Urlaub: „Medizinischen Souvenirs“ bedenklich
30.07.2010
Manch ein Reisender nutzt
den Urlaub, um sich mit preiswerten Arzneimitteln einzudecken. Die
Verbraucherzentrale warnt jedoch davor, Arzneimittel im Ausland auf
Vorrat zu kaufen: Die Einfuhr nach Deutschland sei nur für den
persönlichen Bedarf erlaubt. Zudem seien die mitgebrachten Medikamente
häufig nicht sicher.
Fälschung oder nicht?
„Wer solche Mittel ohne ärztlichen Rat einnimmt, setzt leichtfertig seine Gesundheit aufs Spiel“, warnt die Verbraucherzentrale. „Denn bei Arzneimitteln im Ausland können Käufer nie wissen, ob es sich um Fälschungen handelt und welche Inhaltsstoffe in den dortigen Pillen, Pulvern und Pasten enthalten sind.“ Auch für den Einkauf bei seriösen, zugelassenen Apotheken gebe es – je nach Reiseland – für Urlauber Wichtiges zu beachten:
- Verschreibungspflichtige
Medikamente, die innerhalb der EU oder in Island, Liechtenstein und
Norwegen gekauft werden, dürfen nur nach Deutschland eingeführt werden,
wenn sie auf dem deutschen Markt zugelassen sind. Frei verkäufliche
Arzneimittel sind aber problematisch, weil sie in vielen Fällen den
strengen Auflagen in Deutschland nicht standhalten.
- Medikamente
aus Nicht-EU-Ländern zu importieren, ist komplett verboten. Zulässig
ist nur das Mitführen von Arzneimitteln, die für einen akuten Bedarf
während der Reise im Ausland gekauft wurden. Arzneimittel dürfen
übrigens auch nicht per Post über die Grenze kommen.
- „Aspirin®“
ist nicht gleich „Aspirin®“: Arzneimittel, die im Ausland hergestellt
werden, können trotz gleichem Namen andere Inhaltsstoffe und Dosierungen
enthalten. Deshalb sollten Urlauber bevor sie ein Medikament nehmen
nach Möglichkeit einen Arzt oder Apotheker vor Ort fragen und den
Beipackzettel lesen.
- Auch Medikamente übers Internet aus
dem Ausland zu bestellen ist gefährlich. Privatpersonen dürfen zudem
gar keine Arzneimittel in Nicht-EU-Ländern bestellen, weil das
Gesundheitsrisiko zu hoch ist.


